30 Jahre BMW Group Werk Eisenach: Werkserweiterung zum Jubiläum

©BMW Group/30 Jahre BMW-Produktionsstart in Eisenach
30 Jahre BMW-Produktionsstart in Eisenach
Warum sollte ich diesen Artikel lesen?
  • Der Vorstand der BMW Group hatte sich 1990 für den Bau eines Werks zum Großwerkzeugbau am Thüringer Standort in Krauthausen bei Eisenach entschieden, um zur „Wiege“ des Automobilbaus bei BMW zurückzukehren.
  • Mit der Fertigstellung 1992 wurde das Werk immer weiter ausgebaut und fortwährend in neue Anlagen investiert.
  • Zum 30-jährigen Bestehen feierte die BMW Group auch die Fertigstellung des neue Erweiterungsbaus.

Der Standort Eisenach hat für die BMW Group eine besondere Bedeutung: hier rollte mit dem BMW 3/15 das allererste BMW Automobil vom Band. Nach der Wiedervereinigung kehrte die BMW Group 1992 nach Eisenach zurück, um hier ein Werk für die Konstruktion und Fertigung von Presswerkzeugen sowie für die Produktion von Karosserieblechteilen zu errichten. Inzwischen ist Eisenach der weltweit größte Standort für Werkzeugbau im globalen Netzwerk der BMW Group. Zum diesjährigen 30-jährigen Bestehen feierten die Verantwortlichen auch die Fertigstellung des neusten Erweiterungsbaus.

©IHK Erfurt/Wigbert Kraus, v.l.n.r.: Der Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft (TMWWDG), Wolfgang Tiefensee; Dr. Milan Nedeljkovic, Vorstandsmitglied der BMW Group und Moderatorin Franziska Schenk.

BMW investierte rund 38 Millionen Euro

Seit dem Bestehen der BMW Fahrzeugtechnik GmbH wurde das Werk in Krauthausen kontinuierlich erweitert und ist mit über 34.000 Quadratmeter der flächenmäßig größte Werkzeugbaustandort der BMW Group. Der neue Erweiterungsbau, der mit 38 Millionen Euro realisiert wurde, vergrößerte das Werk nochmals um 13.500 Quadratmeter. Die Flächenerweiterungen betreffen alle Bereiche des Werks, d.h. mechanische Fertigung, Werkzeugbau, Presswerk, Teilefertigung, Qualitätssicherung, Verwaltungsgebäude, Logistik und Parkflächen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 300 Mitarbeiter im BMW Group Werk Eisenach, davon 16 Auszubildende und 10 Studenten der Dualen Hochschule Gera/Eisenach. Mit der Investition sind auch bis zu 40 zusätzliche Arbeitsplätze bis Ende 2024 geplant.

„Deutlich geworden ist einmal mehr, wie bedeutend das Unternehmen für den Wirtschaftsstandort ist“, resümiert Wigbert Kraus, Leiter des Regionalbüros der IHK Erfurt, die Jubiläumsfeierlichkeiten am 6. Mai 2022 und ergänzt: „BMW hat einen Strukturwandel vollzogen von einem werkstattgeprägten Werkzeugbau hin zu einem industrialisierten High-Tech-Unternehmen, das sich auf der Welt sehen lassen kann. Ich wünsche dem neuen Werkleiter und dem Team weiterhin viel Erfolg und alles Gute.“  

Robert Frittrang, Leiter BMW Group Werk Eisenach

Wir werden jetzt den Ausbau mit Leben füllen und weiter hochmotiviert für unser weltweites Produktionsnetzwerk im Einsatz sein.

– Robert Frittrang, Leiter BMW Group Werk Eisenach

Durch den Ausbau und die Investitionen sieht Werkleiter Robert Frittrang das Eisenacher Werk für die Zukunft sehr gut aufgestellt: „Wir werden jetzt den Ausbau mit Leben füllen und weiter hochmotiviert für unser globales Produktionsnetzwerk im Einsatz sein. Durch die weltweit hohe Nachfrage nach Modellen der Marken BMW, Rolls Royce, MINI und BMW Motorrad sind unsere Auftragsbücher langfristig gefüllt.“

Auch Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee würdigte die Investitionen in Werk und Mitarbeiter als zukunftsweisend und sprach von einem starken Signal. „Ich freue mich über das Bekenntnis von BMW zum Standort Thüringen”, sagte der Minister auf dem Podium der Veranstaltung. „BMW führt hier nicht nur seine automobile Tradition fort, sondern investiert weiter in Zukunftstechnologien. Das zeigt auch die hohe Attraktivität und das investitionsfreundliche Umfeld des Wirtschaftsstandorts Thüringen.”

BMW fertigt in Krauthausen Presswerkezeuge, aber auch Karosserieblechteile

Das BMW Group Werk Eisenach nimmt im Produktionsnetzwerk der BMW Group (31 Produktionsstandorte in 15 Ländern) eine besondere Stellung ein. Das Werk ist spezialisiert auf Werkzeuge für die Herstellung von Dächern, Seitenwänden (Kotflügel) und Frontklappen (Motorhauben) für die gesamte Fahrzeugflotte von BMW, MINI und Rolls-Royce. Pro Jahr entstehen in Eisenach rund 140 Werkzeuge.

Durch die Zunahme der Modellvielfalt und die komplexen Designanforderungen sind die Werkzeugbau-Standorte der BMW Group in Eisenach, München und Dingolfing stark gefordert. „Der Werkzeugbau ist essentieller Bestandteil unseres Produktionssystems“, sagt Milan Nedeljković, Produktionsvorstand der BMW Group. „Erst die Presswerkzeuge stellen sicher, dass die unverkennbare Formensprache unserer Fahrzeuge realisiert werden kann.“

Milan Nedeljković, Produktionsvorstand der BMW Group

Der Werkzeugbau ist essentieller Bestandteil unseres Produktionssystems. Erst die Presswerkzeuge stellen sicher, dass die unverkennbare Formensprache unserer Fahrzeuge realisiert werden kann.

– Milan Nedeljković, Produktionsvorstand der BMW Group

Nicht nur im Werkzeugbau kann sich die BMW Group auf die Expertise, Innovationskraft und Qualität des Eisenacher Werks verlassen. Knapp 230.000 Karosserieblechteile werden pro Jahr in Westthüringen gefertigt. So stammen z. B. aktuell alle Dächer der Rolls-Royce Modelle Wraith, Ghost, Phantom und Cullinan sowie alle vorderen Seitenwände für die BMW M Fahrzeuge M3, M4, M5 und M8 aus Eisenach.

Zum historischen Hintergrund:
Der Vorstand der BMW Group hatte sich 1990 für den Bau eines Werks zum Großwerkzeugbau an dem Thüringer Standort entschieden, um zur „Wiege“ des Automobilbaus bei BMW zurückzukehren. Die Bayerischen Motorenwerke waren 1928 durch den Kauf der Fahrzeugfabrik Eisenach in die Automobilproduktion eingestiegen und fertigten dort bis Anfang der 1940er Jahre alle BMW Automobile. Mit dem BMW 3/15 PS rollte 1929 das allererste BMW Automobil vom Band und auch der legendäre BMW 328 wurde in Eisenach gebaut. Der Zweite Weltkrieg und die Teilung Deutschlands bedeuteten das Aus für BMW in Eisenach. Erst die Wiedervereinigung machte eine Rückkehr an diesen traditionsreichen Standort möglich. Der Spatenstich für das neue Thüringer Werk erfolgte im Oktober 1990, zwei Jahre später wurde die Eröffnung gefeiert und erste Werkzeuge ausgeliefert. Seit 1992 wurde das Werk immer weiter ausgebaut und fortwährend in neue Anlagen investiert. Die Investitionssumme beläuft sich seit Gründung des Werks auf 208 Millionen Euro.

Kontakt:

BMW Fahrzeugtechnik GmbH
Stedtfelder Strasse 2
99819 Krauthausen
Online: www.bmwgroup-werke.com/eisenach

Kontaktieren
Sie Ihren
IHK-Experten:
Wigbert Kraus

Wigbert Kraus

Tel: 03691-79800

E-Mail: kraus@erfurt.ihk.de

Wir freuen uns auf Ihr Feedback zum WiMa

Klicken Sie hier für Lob & Kritik.

So kommen Sie ins WiMa.

Sagen Sie uns, was bei Ihnen los ist!

Jetzt unseren monatlichen
WiMa-Newsletter abonnieren und informiert bleiben.