Weitere Jugend-Unternehmer­werkstätten öffnen ihre Türen

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Fachkräftegewinnung
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  • Fachkräfte- und Azubigewinnung in den technischen Berufszweigen ist ein stets präsentes Thema.
  • Der Aufbau einer sog. Jugend-Unternehmerwerkstätte (JUW) bietet die Möglichkeit, als Unternehmen direkt mit den Schülern der Region in Kontakt zu kommen.
  • Neben den bestehenden JUW sind zum Beginn des Schuljahres gleich fünf neue Werkstätten dazugekommen – davon auch drei in Nord-, Mittel- und Westthüringen.

Die Fachkräfte- und Azubigewinnung in den technischen Berufszweigen ist ein stets präsentes Thema in vielen Thüringer Unternehmen. Umso wichtiger ist es, den Nachwuchs frühzeitig und systematisch in dieser Hinsicht zu fördern und Interesse zu generieren. Und wo ginge das besser als direkt im Unternehmen?

Bereits seit 2016 baute die IHK Südthüringen im südlichen Teil des Freistaates zwölf Jugend-Unternehmerwerkstätten (JUW) auf, um Schüler mit regionalen Unternehmen in Kontakt zu bringen. Dabei wurden mittels Anschubfinanzierung Räumlichkeiten in den Betrieben – oder bei anderweitigen Kooperationspartnern – mit altersgerechten Maschinen ausgestattet. Die inhaltliche Ausrichtung konnte unternehmensspezifisch gestaltet werden und reichte vom Bau kleiner Windkraftanlagen und Schaltkreisen, über Holz- und Metallverarbeitung, bis hin zu einfachen Maschinenprogrammierungen und 3D-Druck. Seit vergangenem Jahr koordiniert die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) das Projekt und baut in Kooperation mit allen Thüringer Industrie- und Handelskammern es im gesamten Freistaat aus.

STIFT/Jugend-Unternehmerwerkstätten-Logo
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Fünf neue Jugend-Unternehmerwerkstätten gestartet

Neben den bestehenden Werkstätten, die nach einer coronabedingten Pause mit dem begonnenen Schuljahr wieder anlaufen, kommen fünf neue Jugend-Unternehmerwerkstätten hinzu unter anderem auch in Nord-, Mittel- und Westthüringen, dem Bezirk der IHK Erfurt:

  1. In Gotha geht es bei der VHS Bildungswerk GmbH ab dem 12. Oktober 2022 mit ihrer JUW los. Wöchentlich wird hier nach dem regulären Werkstattbetrieb ein breites Spektrum in Metall- und Elektrotechnik, Mechatronik und Logistik angeboten. Das Unternehmen kooperiert bei der Angebotserstellung mit anderen regionalen Unternehmen und ermöglicht so den Erstkontakt zu den Schülern.
  2. Gleich zwei neue JUW eröffnen ab Herbst in Nordthüringen. So startet im Oktober die Apparatebau Nordhausen GmbH, um Schüler ab der 8. Klasse mit Konstruktion und Metallverarbeitung vertraut zu machen.
  3. Die WAGO GmbH & Co. KG in Sondershausen, die bereits in der Vergangenheit schon sehr aktiv in der regionalen Nachwuchsförderung tätig war, wird mit einer ganzen Technikwoche im November in das Projekt einsteigen. Mit verschiedenen Thementagen, die sich rund um Technik, Natur und Ausbildung drehen, sollen Mädchen und Jungen für MINT begeistert werden. 
  4. Die Leuchtstoffwerk Breitungen GmbH in Südthüringen startet bereits Ende September mit fünf Achtklässlern der örtlichen Regelschule die erst Chemiewerkstatt in dem Projekt. Neben spannenden Themen, wie „Chemie im Alltag“, lernen die Mädchen und Jungen auch die Anlagentechnik der Branche kennen. 
  5. Dass eine JUW nicht unbedingt dem „klassischen“ Werkstattgedanken entsprechen muss, zeigt wiederum die Firma DotSource aus Jena in Ostthüringen. Hier wurde bereits in den Sommerferien im digitalen Raum getüftelt. 20 Schüler aus ganz Thüringen konnten sich im Basic Camp online mit den Grundlagen des HTML, CSS und JavaScript beschäftigen und so ihre eigenen Webseiten bauen. Von Sport über Gaming, bis hin zu Musik, die Themen waren vielfältig. Einen Schritt weiter gingen 5 Schüler im Advanced Camp. Aufgrund ihrer Vorkenntnisse aus dem Basic Camp konnten Sie bereits selbst Spiele entwickeln. Das nächste Code Camp findet vom 17.-21. Oktober 2022 statt und richtet sich an Mädchen und Jungen von der 7.-12. Klasse.

In den kommenden Jahren sollen auch an weiteren Standorten Thüringens JUW entstehen. Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen können sich beteiligen und mit Unterstützung der STIFT langfristige Kooperationen mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen aufbauen. Neben einer attraktiven Startinvestition von bis zu 5.000 € erhalten die Unternehmen zusätzlich finanzielle Mittel für die jährlichen Betriebskosten Ihrer Werkstatt, die vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Als Koordinatorin unterstützt die STIFT die Unternehmen bei der Umsetzung des Projektes und bindet sie in ein breites Netzwerk für MINT1-Bildung ein.

Wenden Sie sich gern jederzeit an ihre Industrie- und Handelskammer oder an die Ansprechpartnerin der STIFT.

Autor: STIFT/IHK

Ansprechpartnerin: der STIFT:
Susanne Berghoff
Koordinatorin Jugend-Unternehmenswerkstätten
Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)
Häßlerstraße 8 | 99096 Erfurt

Telefon: 0157 – 80512070
E-Mail: susanne.berghoff@stift-thueringen.de
Online: www.stift-thueringen.de/unsere-projekte/jugend-unternehmenswerkstatt

Projektdetails zum Nachlesen:

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IHK-Experten:
Tobias Krombholz

Tobias Krombholz

Tel: 0361-3484196

E-Mail: krombholz@erfurt.ihk.de

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