IBYKUS AG entwickelt App zur Unterstützung der Landwirte

©TA/IBYKUS AG/v.l.n.r.: Fabian Müller, Sebastian Loob und David Linke von der Erfurter Firma Ibykus AG haben die App FAN für den Einsatz in der Landwirtschaft entwickelt.
IBYKUS AG/v.l.n.r.: Fabian Müller, Sebastian Loob und David Linke von der Erfurter Firma Ibykus AG haben die App FAN für den Einsatz in der Landwirtschaft entwickelt.
Warum sollte ich diesen Artikel lesen?

 

  • Landwirte können auch in Thüringen auf Fördermittel aus Brüssel zugreifen. Die Beantragung parallel zur täglichen Arbeit auf dem Feld ist jedoch eine Herausforderung.
  • Die IBYKUS AG aus Erfurt hat eine spezielle App entwickelt, die den Landwirten die Nutzung von Fördermitteln erleichtern soll.
  • Die App fungiert als Kontrollwerkzeug, wenn sich eine Förderrichtlinie nicht schlüssig durch die Auswertung von Satellitenbildern kontrollieren lässt.

Die IBYKUS AG aus Erfurt hat sich für den „Zukunftspreis von IHK Erfurt und HWK Erfurt“ 2022 beworben und wurde in einem ersten Auswahlverfahren von einer Expertenjury für die Endrunde nominiert. Der jährlich vergebene Zukunftspreis würdigt herausragende unternehmerische Leistungen. Unternehmer, die innovative und kreative Geschäftsmodelle entwickeln und umsetzen, sind für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet und leisten einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunftsfähigkeit in der Region.

IBYKUS AG aus Erfurt nominiert für den Zukunftspreis 2022

Fabian Müller, Projektmitarbeiter der Erfurter Firma IBYKUS AG, nominiert für den IHK-HWK-Zukunftspreis 2022.
©Michael Reichel/arifoto.de/Fabian Müller, Projektmitarbeiter der Erfurter Firma IBYKUS AG, nominiert für den IHK-HWK-Zukunftspreis 2022.

Landwirte können auch in Thüringen auf Fördermittel aus Brüssel zugreifen – allerdings ist die Beantragung parallel zur täglichen Arbeit auf dem Feld oder im Stall oft eine Herausforderung. Damit nicht genug, müssen auch umfangreiche Nachweise erbracht werden, dass die Gelder entsprechend eingesetzt werden. „Bislang kontrolliert man allerdings nur stichprobenartig bei etwa fünf Prozent der Landwirte“, berichtet Fabian Müller von der Erfurter Firma IBYKUS AG aus der aktuellen Praxis.

Im kommenden Jahr wird sich das ändern, dann schreibt die Europäische Union (EU) den Mitgliedsstaaten eine flächendeckende und hundertprozentige Kontrolle der Felder vor. Das sei mit den üblichen personalisierten Vor-Ort-Kontrollen nicht mehr zu leisten, ist Sebastian Loob von IBYKUS überzeugt.

Deshalb solle dafür ein Flächenmonitoring-System zum Einsatz kommen, dessen Kernstück die Auswertung von Satellitenfotos mithilfe Künstlicher Intelligenz ist. Dabei stellten sich einige Herausforderungen. So lassen sich nicht alle Fördervoraussetzungen mit Satellitenfotos kontrollieren. Deshalb war eine zusätzliche digitale Kontrollmethode nötig – etwa eine Smartphone-App. Außerdem war das Problem zu lösen, wie eine lückenlose Kontrolle aller Antragstellenden bei gleichzeitiger Akzeptanz bewältigt werden kann. Dazu gehört auch, Verstößen gegen Förderrichtlinien vorzubeugen, anstatt die Landwirte im Nachhinein zu sanktionieren.

App für Landwirtschaft entwickelt

Einige Mitarbeiter von IBYKUS haben deshalb gemeinsam mit dem Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum die FAN-App entwickelt, benannt nach ihrem Funktionsprinzip Frage – Antwort – Nachweis. Eine App sei die nutzerfreundlichste Lösung, weil moderne Smartphones alle nötigen Sensoren und einen leistungsfähigen Computer in einem Gerät vereinen und zugleich ausreichend verbreitet sind, ist Fabian Müller überzeugt.

Gegenwärtig erproben die Sachbearbeiter der Landwirtschaftsämter im Freistaat Thüringen die neue FAN-App in einer speziellen Testumgebung. Die App fungiert dabei quasi als das Kontrollwerkzeug, wenn sich eine Förderrichtlinie nicht schlüssig durch die Auswertung von Satellitenbildern kontrollieren lässt. Ein Hintergrundsystem sendet an die App Fragen, die für die Prüfung des Antrags erforderlich sind. In der App bearbeitet der Antragstellende seine Antworten und belegt diese mit Fotos oder anderen Nachweisen. Jedes Smartphone hat eine Kamera und speichert im Foto geografische Koordinaten des Aufnahmeortes. Die mit der App eingereichten Antworten werden automatisiert geprüft und mit dem Antrag abgeglichen. Antragstellende können in der App nachvollziehen, ob ein Verstoß gegen die Förderrichtlinie vorliegt und bei Bedarf einen neuen Nachweis einsenden. Die FAN-App informiert Antragstellende zudem jederzeit über alle Kontrollfragen.

Autor: Bernd Jentsch/ Thüringer Allgemeine (TA)

Weitere Details zum Zukunftspreis:

FAN-App der Ibykus AG aus Erfurt
©Ibykus AG/FAN-App
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Steffen Schulze

Steffen Schulze

Tel: 0361-3484219

E-Mail: schulze@erfurt.ihk.de

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