Maximator Hydrogen GmbH liefert 50 Wasserstoff­tankstellen in die Welt

©Bernd Jentsch/TA/Mathias Kurras, Geschäftsführer der Firma Maximator Hydrogen GmbH in Nordhausen, steht vor einer Wasserstofftankstelle des Unternehmens.
Mathias Kurras, Geschäftsführer der Firma Maximator Hydrogen GmbH in Nordhausen, steht vor einer Wasserstofftankstelle des Unternehmens.
Warum sollte ich diesen Artikel lesen?
  • Die Verwendungsmöglichkeiten von Wasserstoff sind das Zukunftsthema – vor allem im Energiesektor.
  • Die Maximator Hydrogen GmbH aus Nordhausen produziert Wasserstofftankstellen für den Weltmarkt.
  • Das Unternehmen wächst rasant und will weiter in den Standort investieren.

Die Maximator Hydrogen GmbH aus Nordhausen hat sich für den „Zukunftspreis von IHK Erfurt und HWK Erfurt“ 2022 beworben und wurde in einem ersten Auswahlverfahren von einer Expertenjury für die Endrunde nominiert. Der jährlich vergebene Zukunftspreis würdigt herausragende unternehmerische Leistungen. Denn Unternehmer, die innovative und kreative Geschäftsmodelle entwickeln und umsetzen, sind für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet und leisten einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunftsfähigkeit in der Region.

Unternehmen Maximator wächst rasant

In Kalifornien tanken die Trucker demnächst ihre großen Fahrzeuge an Wasserstofftankstellen aus Thüringen auf. „Wir liefern 50 Anlagen nach Kalifornien aus“, bestätigte der Geschäftsführer der Firma Maximator Hydrogen GmbH, Mathias Kurras, in Nordhausen. Einer von vielen Aufträgen, den sich das junge – und rasant wachsende Unternehmen – in den letzten Monaten sichern konnte. „Wir profitieren davon, auf diesem Gebiet Technologieführer zu sein“, versicherte Kurras. Die Tankstellen liefert man aus Nordhausen nach ganz Europa und nach Nordamerika. Die Orderbücher der Firma sind bis Mitte kommenden Jahres prall gefüllt.

Erst im Jahr 2019 gegründet, hat das Unternehmen am Standort in Nordhausen zwei Hallen für Fertigung und Logistik errichtet und die Mitarbeiterzahl auf 140 erhöht. Die soll sich in den kommenden beiden Jahren auf 300 mehr als verdoppeln. In direkter Nachbarschaft zu der Fertigungsstätte entsteht derzeit ein 3.500 Quadratmeter großer Bürokomplex mit Kantine. Zudem hat sich Maximator Hydrogen Flächen im Umfeld gesichert, um weiter ausbauen zu können.

Erst im Jahr 2019 gegründet, hat das Unternehmen am Standort in Nordhausen zwei Hallen für Fertigung und Logistik errichtet und die Mitarbeiterzahl auf 140 erhöht. Die soll sich in den kommenden beiden Jahren auf 300 mehr als verdoppeln. In direkter Nachbarschaft zu der Fertigungsstätte entsteht derzeit ein 3.500 Quadratmeter großer Bürokomplex mit Kantine. Zudem hat sich Maximator Hydrogen Flächen im Umfeld gesichert, um weiter ausbauen zu können.

Mathias Kurras, Geschäftsführer der Firma Maximator Hydrogen GmbH in Nordhausen. Nominiert für den IHK-HWK-Zukunftspreis 2022.
©Michael Reichel/arifoto.de/Mathias Kurras, Geschäftsführer der Firma Maximator Hydrogen GmbH in Nordhausen. Nominiert für den IHK-HWK-Zukunftspreis 2022.

Die Nachfrage nach den Tankstellen wird wachsen, davon ist Mathias Kurras überzeugt. Ein elfköpfiges Entwicklerteam des Unternehmens mit Sitz in der Schweiz hat sich schon Gedanken über die nächste Generation der Ladestationen gemacht. Deren Besonderheit besteht laut Kurras in einem hydraulisch angetriebenen Verdichterkonzept. Dabei befindet sich zwischen dem Hydraulik- und dem Wasserstoffraum ein dedizierter Leckagebereich, um die Kontamination des Wasserstoffs mit Öl zu vermeiden. Diese strikte Medientrennung sorge für einen maximalen Sicherheitsgrad des Systems.

Darüber hinaus wird der Wasserstoff gekühlt und muss daher nicht gespeichert werden, sondern gehe direkt ins Fahrzeug. „Dadurch wird der Energieverbrauch im Vergleich zum bekannten Stand der Technik nahezu halbiert“, so Kurras. Durch die Modulbauweise der Gasbefüllstationen aus Nordhausen ist die Serienfertigung möglich, um hohe Nachfragen abzudecken. In diesem Jahr werden 40 Anlagen das Werk verlassen, im kommenden Jahr sollen es 80 sein und danach soll sich die Produktion jährlich verdoppeln und parallel die Beschäftigtenzahl weiter anwachsen. Personal finde man, denn die Firma genieße einen guten Ruf und arbeite mit vielen Zulieferern aus der Region zusammen, sagt Kurras.

Die Anlagen werden in Nordhausen gebaut und danach auf dem Werksgelände getestet. Anschließend wird die Wasserstofftankstelle wieder demontiert und nach dem Transport an den geplanten Einsatzort wieder aufgebaut. Während in der Schweiz bereits zahlreiche Firmen ihre Sattelzüge an den Anlagen aus Nordhausen befüllen, hofft Kurras auf den baldigen Bau einer Anlage in Nordhausen. Immerhin fahren allein im Fuhrpark des Unternehmens bereits zehn Pkw mit Wasserstoff.

Autor: Bernd Jentsch/ Thüringer Allgemeine (TA)

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IHK-Experten:
Christian Böduel

Christian Böduel

Tel: 03631-90820

E-Mail: boeduel@erfurt.ihk.de

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