Lint GmbH etabliert digitalen Zwilling des Staplers

©Sascha Fromm / TA: Stefanie Dill (links) und Ralf Michael (rechts) gehören zur Firma Lint GmbH in Erfurt, die sich mit der Digitalisierung der Vermiet-Branche von Arbeitsmaschinen und Dienstleistungen beschäftigt. (06/09/2021-Erfurt.)
Stefanie Dill und Ralf Michael von der Firma Lint GmbH in Erfurt, die sich mit der Digitalisierung der Vermiet-Branche von Arbeitsmaschinen und Dienstleistungen beschäftigt.
Warum sollte ich diesen Artikel lesen?
  • Die Firma Lint zeigt, wie man mit digitalen Produkten neue Märkte erschließen kann.
  • Die Internetplattform macht Wettbewerber zu Partner und schafft einen gemeinsamen Mehrwert für die Branche.

Die Firma Lint GmbH aus Erfurt hat sich für den 2021 erstmalig ausgelobten „Zukunftspreis von IHK Erfurt und HWK Erfurt“ beworben und wurde in einem ersten Auswahlverfahren von einer Expertenjury für die Endrunde nominiert. Der jährlich vergebene Zukunftspreis würdigt herausragende unternehmerische Leistungen, denn Unternehmer, die innovative und kreative Geschäftsmodelle entwickeln und umsetzen, sind für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet und leisten einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunftsfähigkeit in der Region. Nachdem im September 2021 die Gewinner gekürt wurden, beginnt am 10. Februar 2022 die Bewerbungsphase für den Zukunftspreis 2022. Weitere Details zur Ausschreibung sowie den Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.erfurt.ihk.de/zukunftspreis.

Lint GmbH: Nominiert für den Zukunftspreis 2021

Auf dem Gelände der Erfurter Niederlassung der Firma Lindig Fördertechnik sind sie nicht zu übersehen – die Gabelstapler und Arbeitsbühnen mit dem Logo der Eisenacher Firma. Doch was selbst dem aufmerksamsten Betrachter dabei verborgen bleibt – jedes dieser Geräte hat einen digitalen Zwilling. Dessen Existenz ist die Basis für das Geschäft des Erfurter Unternehmens Lint GmbH. Ein Joint Venture der Firma Lindig mit dem Spezialisten für Digitalisierung und Softwarelösungen NT AG aus Erfurt. Gemeinsam habe man nach den besten Lösungen für die Branche der Vermieter von Arbeitsmaschinen gesucht, berichtet Daniel Böhme, einer der beiden Geschäftsführer von Lint. Das erklärte Ziel des im Jahr 2017 gegründeten Unternehmens seien der Aufbau und der Betrieb von Internetplattformen zur Vermietung von mobiler Zugangstechnik, Flurförderzeugen und kompletten Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen.

Dazu vereine Lint quasi die vorhandene Expertise aus IT und der Branche der Händler und Vermieter von Baumaschinen, Baugeräten, Flurförderzeugen und Arbeitsbühnen. Die Einführung einer aus der Branche heraus getriebenen digitalen Plattformökonomie mache aus Wettbewerbern plötzlich Partner, die gemeinsam einen Mehrwert schaffen und ihre Marktposition gegen schlagkräftige Technologiekonzerne verteidigen, erläutert Böhme. Gemeinsam seien die Partner in der Lage, attraktive und innovative Angebote zu entwickeln und zu vermarkten. Sie teilen dazu ihre Ressourcen und etablierten neue Geschäftsmodelle. Umgesetzt habe man das gesamte Projekt zunächst als Pilotvorhaben mit der Lindig Fördertechnik aus Krauthausen bei Eisenach.

Dabei wurde die Pilotphase direkt in das operative Geschäft des Unternehmens überführt. Durch dieses Vorgehen wurde die Firma Lindig laut den Experten von Lint zum europaweit ersten Vermieter, der mit Zugangstechnik wie Arbeitsbühnen und Fördertechnik wie Gabelstaplern und Lagertechnik für Intralogistik in Echtzeit und direkter Bestellung Arbeitsmaschinen vermieten kann. Dazu bedürfe es keiner extra Anfragen und man sei nicht mehr abhängig von einem Plattformanbieter. Die Kunden können ihre benötigte Arbeitsmaschine mit der realen Verfügbarkeit und dem Preis direkt bestellen.

„Zudem wird den Kunden die Miete erleichtert und die Möglichkeit zur Realisierung komplexer Bauvorhaben ermöglicht“, so Böhme. Durch das Partnerportal könne der Händler die Auslastung und Nutzung der Flotte in Echtzeit nachverfolgen. Investitionen lassen sich so einfach planen und Ressourcenengpässe können durch Zusammenarbeit mit Partnern vermieden werden. Dadurch sei auch eine optimierte Nutzung der Flotte möglich.

Autor: Bernd Jentsch

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