Azubis beurteilen ihre Ausbildung positiv

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Auszubildender Koch
Warum sollte ich diesen Artikel lesen?
  • Zufriedene Auszubildende werben für ihren Beruf und ihr ausbildendes Unternehmen.
  • Die Attraktivität ihres Unternehmens ist auch von der Bewertung der Azubis abhängig.

Die ostdeutschen Auszubildenden sind sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung für eine Berufsausbildung in den Bereichen Industrie, Dienstleistungen und Handel. Die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage unter 30.000 Auszubildenden im 1. Lehrjahr aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – durchgeführt von den Industrie- und Handelskammern der Neuen Bundesländer – stimmen zuversichtlich. 85 Prozent der Azubis im ersten Lehrjahr bescheinigen ihren Unternehmen ein gutes Betriebsklima und fühlen sich von den Mitarbeitenden akzeptiert. Dabei erlernen 76 Prozent der Befragten nach eigener Aussage ihren Wunschberuf. Die Umfrage zeigt damit deutlich, wie positiv Jugendliche ihre Lehrzeit in IHK-Unternehmen werten. Die Zufriedenheit der Auszubildenden mit ihrer Berufswahl und ihrem Ausbildungsunternehmen spiegelt sich auch darin wider, dass 85 Prozent der Befragten ihren Arbeitgeber weiterempfehlen würden. Dies sei eine Steigerung von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die größte Rolle bei der Entscheidung für den weiteren Lebensweg spielen nach wie vor Familie und Freunde. Allmählich verschiebe sich der Anteil allerdings zugunsten der digitalen Recherchemöglichkeiten.

Die Ergebnisse für den Bereich der IHK Erfurt im Überblick:

  1. 81 Prozent der Auszubildenden gaben an, ihren Wunschberuf zu erlernen. Für 81 Prozent der Auszubildenden ist es auch die erste Ausbildung. Diese Ergebnisse sprechen für gute Berufsorientierungsphasen.
  2. Praktika sind für potenzielle Azubis dabei mit 56 Prozent das mit Abstand hilfreichste Berufsorientierungsangebot. 42 Prozent der Jugendlichen nutzen Medieninformationen wie Online-Recherchen oder soziale Netzwerke. Knapp ein Viertel der Jugendlichen setzt auf den Besuch von Ausbildungsmessen (in Präsenz/virtuell).
  3. Fast alle Jugendlichen haben sich für eine Ausbildung entschieden, weil ihnen der Bezug zur Praxis wichtig ist (95 Prozent) und ihre Aufgaben ihren beruflichen Interessen entsprechen (95 Prozent). Aber auch der schnelle Einstieg in den Beruf sowie Übernahme- und Karrierechancen sind für neun von zehn Azubis entscheidende Kriterien. Sofort eine Vergütung bzw. ein Gehalt zu bekommen, war zumindest für 87 Prozent der Jugendlichen ein wichtiges Kriterium.
  4. Ihren jetzigen Ausbildungsbetrieb finden Jugendliche immer noch am häufigsten durch Eltern, Verwandte (38 Prozent) sowie Freunde und Bekannte (29 Prozent). Aber auch die Internetseiten der Betriebe (28 Prozent) geben Ausbildungssuchenden entscheidende Hinweise. Rund jedem vierten Jugendlichen halfen Gespräche mit den Vertretern der Agentur für Arbeit, aber auch Praktika und Ferienjobs.
  5. Schnell zu sein, lohnt sich: Immerhin 36 Prozent der Jugendlichen hatten sich bis zum Januar 2020 für ihre im Sommer beginnende Ausbildung beworben – also noch ohne das Halbjahreszeugnis. Aber auch Spätentschlossene haben gute Chancen. So gaben 18 Prozent der Befragten an, sich ab Juli für ihren Ausbildungsplatz beworben zu haben.
  6. Ausbildungsinteressierte finden fast immer das passende Angebot im Heimatbundesland und in der Nähe zum Wohnort. Nicht einmal jeder fünfte Auszubildende hat für die Aufnahme der Berufsausbildung den Wohnort gewechselt. Dies ist ein Beleg für das gesteigerte Ausbildungsmarketing und die gestiegene Attraktivität der regionalen Ausbildungsangebote der Betriebe.
  7. 85 Prozent der Auszubildenden würden ihren Ausbildungsbetrieb weiterempfehlen. Dabei schätzen fast alle Jugendlichen besonders das gute Betriebsklima (93 Prozent), das gute Verhältnis zum Ausbildenden (93 Prozent) sowie das positive Image des Betriebes (97 Prozent). Mehr als Dreiviertel der Jugendlichen bescheinigen ihrem Betrieb die Zahlung einer hohen Ausbildungsvergütung sowie Karriere- und Aufstiegschancen.
  8. Auch wenn Ausbildungsbetriebe und Auszubildende des Jahres 2020/2021 bereits von Beginn an mit erheblichen Beschränkungen durch Corona konfrontiert waren, so bestätigen doch 85 Prozent der Azubis, dass die Ausbildung im Betrieb normal weiterläuft. Immerhin 9 Prozent teilten mit, dass ihre Ausbildung zeitweise im Homeoffice bzw. mobilen Arbeiten stattfindet.

Die umfassende Präsentation zur Umfrage gibt es auch als Download.

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