Innovative Ideen, nachhaltige Konzepte und zukunftsweisende Technologien prägen den Wirtschaftsstandort Thüringen. Mit dem Zukunftspreis würdigen die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt sowie die Handwerkskammer (HWK) Erfurt jährlich Unternehmen, die mit ihren Projekten neue Impulse setzen. Nach Abschluss der Bewerbungsphase stehen nun die Nominierten für den Zukunftspreis 2026 fest.
Innovationsfähigkeit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Sie schafft Wettbewerbsvorteile, sichert Fachkräfte, erschließt neue Märkte und stärkt die Zukunftsfähigkeit der Region. Genau hier setzt der Zukunftspreis an: Er macht unternehmerische Leistungen sichtbar und würdigt Betriebe, die mit kreativen Ideen und innovativen Lösungen Verantwortung übernehmen und den Wandel aktiv gestalten.
Prämiert werden jedes Jahr ein Unternehmen aus den von der IHK vertretenen Branchen und ein Handwerksunternehmen. Thematische Grenzen gibt es dabei bewusst nicht: Ob innovative Produkte und Verfahren, Digitalisierung von Geschäftsprozessen, nachhaltige Geschäftsmodelle, erfolgreiche Unternehmensnachfolgen oder Projekte zur Fachkräftesicherung – entscheidend ist der Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und Zukunftsfähigkeit der Region.
Fünf IHK-Unternehmen haben sich mit ihren Projekten für die Jurysitzung am 17. Juni 2026 qualifiziert und haben dort ihre Innovationen vorgestellt.
🎥 Die Nominierten im Video Welche Projekte sind im Rennen? Im Video geben alle fünf Nominierten einen kurzen Einblick.
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Die Nominierten im Überblick
KÜNDIG GmbH: Effizientere Prozesse für den modernen Holzbau
Wie lassen sich großdimensionierte Holzbauteile schneller, präziser und wirtschaftlicher bearbeiten? Mit dieser Frage beschäftigte sich die KÜNDIG GmbH und entwickelte die KÜNDIG Regent – ein integriertes Hobel- und Schleifsystem für große Holzbauteile, das mehrere bislang getrennte Bearbeitungsschritte in einer Maschine vereint.
Während Hobeln, Schleifen und Strukturieren bislang auf unterschiedlichen Anlagen erfolgten, ermöglicht die neue Lösung einen durchgängigen Bearbeitungsprozess. Das reduziert Transport- und Handlingsaufwand, verbessert die Prozesssicherheit und sorgt für eine konstant hohe Oberflächenqualität.
Die Innovation stärkt insbesondere den modernen Holzbau und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Fertigungsprozesse effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
Glinicke Automobilgruppe: Ausbildung als Investition in die Zukunft
Der Wandel der Automobilbranche stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen – auch in der Ausbildung. Mit dem Projekt „Ausbildung 2.0“ verfolgt die Glinicke Automobilgruppe deshalb einen ganzheitlichen Ansatz, der weit über die klassische Wissensvermittlung hinausgeht.
Neben fachlichen Kompetenzen stehen Persönlichkeitsentwicklung, Eigenverantwortung und gesellschaftliches Engagement im Mittelpunkt. Über den Glinicke Campus und verschiedene Entwicklungsangebote werden Auszubildende gezielt auf die Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt vorbereitet.
Das Konzept zeigt, dass moderne Fachkräftesicherung bereits in der Ausbildung beginnt und junge Menschen langfristig an Unternehmen binden kann.
babi’s DELI Plant-Based Food & Trading UG: Nachhaltigkeit auf die schnelle Art
Gesundes Fast Food, hochwertige Zutaten und nachhaltiges Wirtschaften müssen kein Widerspruch sein. Das zeigt babi’s DELI mit pflanzlichen Gourmet-Sandwiches.
Hausgemachte fermentierte Zutaten, ein konsequenter Zero-Waste-Ansatz und der Verzicht auf tierische Produkte sorgen für einen besonders geringen ökologischen Fußabdruck. Gleichzeitig beweist das Unternehmen, dass nachhaltige Gastronomie wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann.
Mit seinem Konzept hat sich babi’s DELI inzwischen über Eisenach hinaus einen Namen gemacht und möchte das Angebot künftig auf weitere Thüringer Städte ausweiten.
MantaMESH GmbH: Industrie 4.0 konsequent umgesetzt
Die MantaMESH GmbH zeigt, wie Digitalisierung Produktionsprozesse grundlegend verändern kann. Das Unternehmen hat ein vollständig digitalisiertes Geschäftsmodell für die Herstellung individueller Drahtgitterböden entwickelt.
Kunden konfigurieren ihre Produkte online. Die Auftragsdaten werden in Echtzeit an die Fertigung übertragen, die Produktionsplanung erfolgt automatisiert. Das Ergebnis sind kurze Lieferzeiten, hohe Flexibilität und eine ressourcenschonende Produktion.
Mit diesem Ansatz verbindet MantaMESH digitale Plattformen, intelligente Fertigung und kundenorientierte Prozesse zu einem durchgängigen System und zeigt, welches Potenzial in Industrie-4.0-Lösungen steckt.
WeTa GmbH: Automatisierung für kleine und mittlere Unternehmen
Nicht jede Automatisierung muss komplex sein. Mit der DVE 220 hat die WeTa GmbH eine Lösung entwickelt, die den Einstieg in die Automatisierung des WIG-Schweißens deutlich vereinfacht.
Das patentgeschützte System schließt die Lücke zwischen manuellem Schweißen und aufwendiger Robotertechnik. Ohne komplizierte Software oder kostenintensive IT-Integration unterstützt die Lösung Unternehmen dabei, reproduzierbare Schweißergebnisse zu erzielen und gleichzeitig dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Entwickelt und produziert wird das System am Standort Weimar – ein Beispiel dafür, wie innovative Maschinenbaulösungen aus Thüringen entstehen.
Jurysitzung: Innovationen im direkten Austausch
Im Rahmen der Jurysitzung präsentierten die nominierten Unternehmen ihre Projekte persönlich vor der Fachjury des Zukunftspreises. Dabei erläuterten sie ihre Ideen, beantworteten Fragen und gaben Einblicke in die Entwicklung sowie die Umsetzung ihrer Innovationen.
Die Vielfalt der Projekte machte deutlich, wie unterschiedlich Unternehmen den Herausforderungen unserer Zeit begegnen. Ob Digitalisierung, nachhaltige Geschäftsmodelle, moderne Fertigungstechnologien oder neue Wege in der Ausbildung – Innovation kennt keine Branchen- oder Unternehmensgrenzen.
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Zukunftspreises 2026 werden am 24. August 2026 bekannt gegeben.
v.l.n.r.: Michael Tallai (Geschäftsführer FUNKE Medien Thüringen), Stefan Lobenstein (Präsident der Handwerkskammer Erfurt), Matthias Wierlacher (Vorstand Thüringer Aufbaubank), Dr. Franziska Weise (Leiterin Service Forschung und Transfer, Fachhochschule Erfurt), Peter Zaiß (Präsident der Industrie- und Handelskammer Erfurt)
Über den Zukunftspreis
Der Zukunftspreis wird jährlich von der IHK Erfurt und der Handwerkskammer Erfurt ausgelobt. Prämiert werden innovative Unternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk, die mit ihren Projekten die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Region stärken. Der Zukunftspreis wird in Kooperation mit der Thüringer Allgemeine und der Thüringer Aufbaubank ausgelobt. Wir danken unseren Partnern für die Unterstützung.
Innovation sichtbar machen
Der Zukunftspreis wird von der Industrie- und Handelskammer Erfurt sowie der Handwerkskammer Erfurt ausgelobt. Kooperationspartner sind die Thüringer Allgemeine und die Thüringer Aufbaubank.
Gemeinsam möchten die Partner innovative Unternehmen sichtbar machen, erfolgreiche Projekte würdigen und andere Betriebe ermutigen, eigene Ideen konsequent weiterzuentwickeln. Denn Innovation entsteht nicht nur in Forschungseinrichtungen oder Großunternehmen – sie entsteht überall dort, wo Menschen neue Wege gehen, Verantwortung übernehmen und Zukunft aktiv gestalten.
Die diesjährigen Nominierten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig Innovation in Thüringen ist und welchen Beitrag Unternehmen täglich für die wirtschaftliche Entwicklung der Region leisten. Die Gewinner des Zukunftspreises 2026 werden am 24. August 2026 bekanntgegeben. Schon heute steht jedoch fest: Jede der vorgestellten Innovationen ist ein starkes Beispiel für die Leistungsfähigkeit und Zukunftskraft der Thüringer Wirtschaft.
Fotos, Text, Bearbeitung & Redaktion: : Randi Hofmann (IHK Erfurt)
FAQ – Zukunftspreis 2026
Was ist der Zukunftspreis? Der Zukunftspreis ist ein Wettbewerb der IHK Erfurt und der Handwerkskammer Erfurt. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die mit innovativen Projekten zur Zukunftsfähigkeit der Region beitragen.
Wer kann am Zukunftspreis teilnehmen? Teilnehmen können Unternehmen in Nord-, Mittel- und Westthüringen aus den von der IHK vertretenen Branchen sowie Handwerksunternehmen mit innovativen Projekten, die innerhalb der vergangenen fünf Jahre umgesetzt wurden.
Welche Themen stehen beim Zukunftspreis im Mittelpunkt? Ausgezeichnet werden unter anderem innovative Produkte und Verfahren, Digitalisierung, Fachkräftesicherung, nachhaltige Geschäftsmodelle, Unternehmensnachfolge sowie besondere Formen der Mitarbeiterbindung.
Wie werden die Gewinner ausgewählt? Nach Abschluss der Bewerbungsphase präsentieren die nominierten Unternehmen ihre Projekte einer Fachjury. Auf dieser Grundlage werden die Preisträger ausgewählt.
Wann werden die Gewinner des Zukunftspreises 2026 bekannt gegeben? Die Gewinner des Zukunftspreises 2026 werden am 24. August 2026 bekannt gegeben.