Innenstadt mit Zukunft? Neue Impulse für Wirtschafts­förderer

©istock/RossHelen/Innenstadt Erfurt
Innenstadt Erfurt
Warum sollte ich diesen Artikel lesen?
  • Innenstädte, Fachkräftemangel, Gewerbeflächen: die Bürgermeister und Wirtschaftsförderer und Citymanager der Kommunen beschäftigen sich täglich mit diesen und weiteren Herausforderungen der Unternehmen.
  • Auf der nunmehr 19. IHK-Tagung der Wirtschaftsförderer am 7. Juni 2022 erhielten die Anwesenden u.a. von Dipl. Biologin Ute Marksvon der Stadt + Handel Stadtplaner GmbH neue Impulse.
  • Zentrale Frage: wie sieht sie aus, die Innenstadt mit Zukunft?

Kopplung, Entkopplung, Erlebnisorientierung, Polarisierung – der Wandel des Einkaufsverhaltens in vier Begriffen. Was genau darunter zu verstehen ist und wie sich die Innenstädte der Zukunft aufstellen müssen, um im Zwiespalt zwischen online und offline oder regional und international mithalten zu können, erläuterte die Dipl. Biologin Ute Marks, Teamleiterin Stadtmarketing und Citymanagement von der Stadt + Handel Stadtplaner GmbH auf der IHK-Tagung der Wirtschaftsförderer.

Zentrale Wirtschaftsthemen im Fokus: Innenstädte, Fachkräftemangel, Gewerbeflächen

Bereits zum 19. Mal organisierte die IHK Erfurt am 7. Juni 2022 das Treffen der Wirtschaftsförderer und Citymanager der Kommunen aus Nord-, Mittel- und Westthüringen. Neue Impulse gaben dabei nicht nur Ute Mark, die mit ihrem Impulsreferat „Mittelzentren unter Druck – Instrumente zur Stärkung der Innenstädte“ eines der brisantesten Handlungsfelder ansprach – thematisiert wurden auch der allgegenwertige Fachkräftemangel und die Gewinnung, Entwicklung und Vermarktung weiterer Industrie- und Gewerbeflächen für den Freistaat.

Wirtschaftsförderer: Netzwerk und Unterstützer der Unternehmen

Im Sinne der regionalen Wirtschaft müssen sich die Bürgermeister und Wirtschaftsförderer täglich mit den Herausforderungen der Unternehmen beschäftigen: Woher bekomme ich neue Mitarbeiter für meinen Betrieb? Wer hilft mir bei der Umsetzung von Erweiterungs- oder Neubauten und wie machen wir eigentlich unsere Innenstadt für die Bewohner und Besucher wieder interessant? Die Vorträge der IHK-Experten und Referenten gaben den Wirtschaftsförderern als breite aufgestelltes Netzwerk neue Einblicke und Ideen für ihre tägliche Arbeit.

Stadtmarketing: Wohin geht die Reise?

Ute Marks vom Stadtplanungsbüro, der Stadt + Handel GmbH, sprach in ihren Ausführungen unter der Überschrift „Mittelzentren unter Druck – Instrumente aus der Krise“ den Anwesenden aus dem Herzen: denn die Probleme der Mittelzentren sind überall die Gleichen! „Es braucht mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum durch Service und flexible Bespielungen des Stadtraumes und ein ‚Wir Gefühl‘ der Akteure in der Innenstadt“, rät Marks.

Portraitfoto Ute Markts, Stadt + Handel Stadtplaner GmbH

Es braucht mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum durch Service und flexible Bespielungen des Stadtraumes und ein ‚Wir Gefühl‘ der Akteure in der Innenstadt.

– Dipl. Biologin Ute Marks, Teamleiterin Stadtmarketing und Citymanagement, Stadt + Handel Stadtplaner GmbH

Innenstadt mit Zukunft? kurz und knapp:

  • gemeinsame Öffnungszeiten im Einzelhandel,
  • gemeinsame Projekte von Gastronomen und Kulturschaffenden und
  • eine Verwaltung, die mitspielt und den Ton angibt, wo es notwendig ist.

„Denn nur so sei ‚StadtERleben‘ für den Menschen möglich und Einkaufen vor Ort die erste Wahl und nicht nur eine Option“, betont die Expertin Marks. Am wichtigsten sei, dass sich die Bewohner und Besucher mit der (Innen-)stadt identifizieren können. Dabei gilt es, die individuellen Stärken der Stadt und ihre Akteure zu einer starken Einheit zusammen zu bringen. Dies schaffe einen Mehrwert für die Stadt, aber auch für die Einzelhändler und eingebundenen Unternehmer – und das langfristig, nur so funktioniert nachhaltiges Stadtmarketing.

Das Wichtigste der IHK-Tagung für Sie zusammengefasst:

  1. „Mitarbeiter sind Botschafter“ nationale und internationale Fachkräfte berichten über die Arbeit in ihrem Unternehmen und werben für Sie.
  2. „Innenstadt braucht Kooperationen“, denn der öffentliche Stadtraum ist für jeden da.
  3. „Innenstadt muss gemeinsam gelebt werden“, denn lokale Akteure sind genauso verantwortlich für die Innenstadt wie der Bürgermeister (die Stadtverwaltung).
  4. „Ohne Mut, Willensstärke und Kontinuität bleibt der Erfolg aus!“

Schon gewusst?

Das Engagement der IHK Erfurt zur Stärkung der Innenstädte ist auch Teil der Strategie 2021-2025 der Vollversammlung der IHK Erfurt und im Handlungsfeld IV „Den Standortort voranbringen” festgeschrieben.

Weitere Details zum Thema Stadtentwicklung:

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IHK-Experten:
Marco Heinemann

Marco Heinemann

Tel: 0361-3484202

E-Mail: heinemann@erfurt.ihk.de

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