Gründerstory: Kids Camp America kommt nach Thüringen

©Kids Camp America/Sommerferien im KCA verbringen und unbeschwert Englisch lernen
Warum sollte ich diesen Artikel lesen?
  • Kids Camp America (KCA) veranstaltet Englisch-Ferien-Camps für Kinder und verbindet das Erlernen der Sprache mit Spaß und Spielen.
  • Nun bringt die Gründerin Hannah Bahmann das Unternehmen nach Thüringen: Erste Ferienprogramme finden 2024 in Erfurt und Eisenach statt.
  • Erfahren Sie die gesamte Gründerstory von KCA Thüringen im Artikel.

Wer ist die Gründerin von KCA Thüringen und was ist Ihre Geschäftsidee?

Mein Name ist Hannah Bahmann. Ich bin 27 Jahre alt, in London geboren und aufgewachsen und seit 2021 in Eisenach zuhause. Auch bin ich Mutter von zwei kleinen Kindern und Ehefrau. Neben einem Abschluss in Literaturwissenschaften vom University College London habe ich ebenfalls eine Ausbildung zur TEFL-Englischlehrerin absolviert. Ich bin die Gründerin von KCA Thüringen und bringe die immersiven Englisch-Sprachcamps der Kids Camp America GmbH nach Thüringen. Kids Camp America (KCA), gegründet 2011 in Frankfurt am Main, ist der größte familiengeführte Anbieter von Englisch-Immersionscamps in Deutschland. Das Motto des Unternehmens lautet: „Don’t just learn English. Live it!“ Dieses Motto spiegelt sich in der einzigartigen Kombination aus Sprachunterricht, Sport, Bastelaktivitäten und Ausflügen, die die Camps von KCA auszeichnen.

Wie entstand Ihre Idee zur Selbstständigkeit?

Seit ich im Sommer 2016 zum ersten Mal für KCA gearbeitet habe, dachte ich darüber nach, eines Tages mein eigenes Englischcamp-Unternehmen zu gründen. Als sich die Gelegenheit ergab, als Franchisenehmer zu arbeiten und ein eigenes Sprachcamp-Unternehmen mit dem Konzept und dem Geschäftswissen der Marke KCA aufzubauen, konnte ich nicht Nein sagen. Das bietet mir die perfekte Gelegenheit, meine Fähigkeiten und Leidenschaften zu kombinieren und flexibel zu arbeiten, um meine junge Familie bestmöglich zu unterstützen.

Wie sind Sie speziell auf dieses Franchise gekommen?

2016 habe ich während meiner Semesterferien für KCA in Frankfurt als Englischlehrerin gearbeitet. In den folgenden zwei Jahren war ich als Leiterin zweier weiterer Camps tätig. Ich liebte den Firmenethos und was für lohnende Arbeit es war, die Sprachfortschritte der Kinder zu sehen, während sie in den Ferien Spaß hatten.

Ich habe den Kontakt zu Stuart und Sarah Taines, den Gründern von KCA, aufrechterhalten und als ich 2021 – nach drei Jahren in London – nach Deutschland zurückkehrte, nahm ich ihr Angebot an, Franchisenehmer zu werden und KCA nach Thüringen zu bringen. Jetzt wird die Idee endlich verwirklicht und trifft bereits auf große Resonanz.

– Hannah Bahmann, Gründerin von KCA Thüringen

Wie hat die Gründungsphase funktioniert?

Ich arbeite vor und nach der Betreuung meiner beiden kleinen: Das ist eine Herausforderung, aber gleichzeitig auch ein Geschenk. Nach drei Jahren Elternzeit bin ich nun bereit für eine neue Challenge und kann viele Erfahrungen aus der zweisprachigen Kindeserziehung in mein neues Unternehmen einbringen. Da das Konzept des Unternehmens bereits gut entwickelt und erprobt ist, war es in der Planungsphase vor allem wichtig, es an einen neuen Standort anzupassen. Die Suche nach Örtlichkeiten für meine Camps, Versicherungen und Personal sind ein wichtiger Teil der ersten Phase gewesen – zusammen mit einer umfangreichen Marketingkampagne.

Welche Unterstützung haben Sie sich eingeholt?

In der Gründungsphase wurde ich intensiv von den Franchisegebern unterstützt und auch mit Ratschlägen der IHK Erfurt, der Thüringer Aufbaubank und meines Mannes, der schon einmal ein Unternehmen in Deutschland gegründet hat, versorgt. Es war eine tolle Bereicherung, mich mit Leuten aus anderen Bereichen über meine Ideen auszutauschen.

Welche Vorteile hat der Existenzgründerpass für Sie und Ihr Unternehmen KCA Thüringen?

Der Existenzgründerpass hat es mir ermöglicht, meine Gründungskosten deutlich zu reduzieren. Aufgrund seiner bürokratischen Prozesse ist Deutschland vielleicht nicht das gründungsfreundlichste Land der Welt, aber durch die Reduzierung der anfänglichen Gründungskosten habe ich nun viel mehr Potenzial für ein erfolgreiches erstes Jahr. Die Beratung durch die IHK Erfurt zu Geschäftsformen, Marketing und wichtigen Themen wie Steuern und Gewerbeanmeldung war bereits von unschätzbarem Wert. Ich weiß schon jetzt, dass die weitere Unterstützung durch den Existenzgründerpass in den kommenden Monaten sehr nützlich sein wird.

Was waren bisher die größten Hürden auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Eine Unternehmensgründung ist letztlich ein sehr kreativer Prozess, in dem die Vision eines Unternehmens in die Praxis umgesetzt wird. Als Gründerin werde ich täglich in konzeptioneller Weise und durch eine Vielzahl alltäglicher Problemstellungen herausgefordert. Gerade die Freiheit, die die Selbstständigkeit mit sich bringt, bedingt es sich selbst Zielpunkte zu setzen, um Schritt für Schritt das Unternehmen aufzubauen. Und dazu kommt natürlich noch der Umgang mit viel Papierkram in kompliziertem Behördendeutsch. Das kommt mir manchmal fast wie eine eigene Sprache vor.

Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?

Meine Hauptziele für 2024 sind es, zwei erfolgreiche und gut besuchte Sommercamps in Eisenach und Erfurt durchzuführen. Unterstützt werde ich von einem großartigen Mitarbeiterteam und freue mich auf viele glückliche Camper. Auch ein Herbstcamp ist bereits in Planung. Mir ist es wichtig, unseren guten Ruf zu festigen und KCA nun auch in Thüringen bekannt zu machen. Einen hervorragenden Kundenservice anzubieten und den Kindern und Jugendlichen in meiner Wahlheimat Thüringen viel Freude an meiner Muttersprache zu vermitteln, sind zwei weitere Ziele für die Zukunft.

©Kids Camp America/Logo

Welche Tipps geben Sie Gründern mit auf den Weg?

Nur zu! Der Schritt in die Selbstständigkeit kann entmutigend, aber auch sehr aufregend sein. Lassen Sie sich von Fachleuten aus der Branche, anderen Gründern und lokalen Einrichtungen wie der IHK Erfurt beraten.

Kontaktieren
Sie Ihren
IHK-Experten:
Wigbert Kraus

Wigbert Kraus

Tel: 03691-79800

E-Mail: kraus@erfurt.ihk.de

Sie wollen ins WiMa?

So geht's

Wir freuen uns auf Ihr Feedback zum WiMa

Klicken Sie hier für Lob & Kritik.

So kommen Sie ins WiMa.

Sagen Sie uns, was bei Ihnen los ist!

Jetzt unseren monatlichen
WiMa-Newsletter abonnieren und informiert bleiben.
Maria-Isabel Linder (li.), Prokuristin bei der „Konrad Linder GmbH & Co. Backwaren KG“ im Gespräch mit Misheel Darkhanbaatar (Mitte) und Saruul Zolbayar, Azubis aus der Mongolei.
Im FokusSuche: Ausländische Mitarbeiter – Biete: Mehr als einen Job
| Lesezeit: ca. 9 Minuten

Wie gelingen die Akquise und Integration ausländischer Fachkräfte? Der Prokuristen der Konrad Linder GmbH & Co. Backwaren KG, Daniel Linder, macht im Gespräch mit der WiMa-Redaktion deutlich: Die Integration von Fachkräften aus dem Ausland sei für ihn eine Selbstverständlichkeit, es gehe zudem nicht um Nationalität, sondern und Motivation!

Weiterlesen
WiMa Newsletter So kommen Sie ins WiMa