Purventus GmbH gewinnt den IHK-HWK-Zukunftspreis 2022

©Bernd Jentsch/TA Tobias Müller (links) und Steffen Mieth präsentieren im Erfurter Unternehmen eine Front-Cooking-Station mit einem integrierten Raumluft-Reinigungssystem von Purventus.
Tobias Müller (links) und Steffen Mieth präsentieren im Erfurter Unternehmen eine Front-Cooking-Station mit einem integrierten Raumluft-Reinigungssystem von Purventus.
Warum sollte ich diesen Artikel lesen?
  • Die purventus GmbH ist eines unserer innovativen Unternehmen in der Region.
  • Eine neue Technologie auf UV-Basis sorgt in Großküchen und Restaurants für saubere und geruchsneutrale Luft, klärt Brandschutzfragen und ermöglicht eine Abluftanlage ohne in die Bausubstanz einzugreifen.
  • Während der Corona-Pandemie entstand eine mobile Lösung für keimfreie Luft in Klassenzimmern.

Die purventus GmbH aus Erfurt hat sich für den „Zukunftspreis von IHK Erfurt und HWK Erfurt“ 2022 beworben. Für seine eingereichte Innovation wurde das Unternehmen bei der Preisverleihung am 8. September 2022 mit dem diesjährigen Zukunftspreis gewürdigt.

Der jährlich vergebene Zukunftspreis ehrt herausragende unternehmerische Leistungen. Denn Unternehmer, die innovative und kreative Geschäftsmodelle entwickeln und umsetzen, sind für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet und leisten einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunftsfähigkeit in der Region.

Saubere Luft in Küchen und Schulen

Die Küchen von Schnellrestaurants waren die ersten Kunden der Erfurter Firma Purventus. Mit Luftabsauganlagen und UV-Licht löste man das Problem der permanenten Fettablagerungen in den Dunsthauben der Gaststätten und sorgte in den Großküchen nicht nur für ein helleres Erscheinungsbild, sondern gleichzeitig für gute Raumluft ohne lästige Gerüche und verringerte zudem die Brandgefahr erheblich.

„Unsere auf UV-Technologien basierende Lösung stößt weltweit auf Interesse bei Inhabern und Betreibern von gastronomischen Einrichtungen“, versicherte der Geschäftsführer von Purventus, Karlheinz Krenz. Neben den Schnellimbissanbietern haben längst auch die Großküchen von Unternehmen und die Betreiber von Restaurants die Vorteile dieser Anlagen erkannt und nutzen sie. Man verkauft an Restaurantbetreiber in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und neuerdings kämen vermehrt Anfragen von Wirten aus Thüringen, zeigte sich Krenz erfreut.

Die Systeme des Unternehmens, mit Sitz im Gewerbegebiet am Güterverkehrszentrum vor den Toren der Thüringer Landeshauptstadt, lassen sich in die Dunstabzugshauben integrieren. Sie sind laut Krenz mit wenigen Handgriffen einfach und unkompliziert montiert und auch wieder entfernt sowie leicht zu säubern. „Einmal in der Woche in der Spülmaschine gereinigt, sind sie sofort wieder einsetzbar“, berichtet Krenz von der Neuentwicklung seiner Firma. Dadurch habe man ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Wettbewerbern.

Natürlich können die Anlagen auch in Abzugskanäle integriert werden, wenn diese vorhanden sind, sie sind aber keine Voraussetzung für den Einsatz. „Deshalb können Gastronomen ihre Küchen selbst in ehemaligen Läden einrichten, die ursprünglich nicht dafür vorgesehen waren“, so Krenz. Die UV-Systeme der Erfurter Firma Purventus garantieren nicht nur die Fettfreiheit über den Öfen, sondern sorgen auch für die Geruchsfreiheit in den Lokalen.

Die gegenwärtig acht Beschäftigten des Unternehmens entwickeln und konstruieren die Anlagen und geben ihre Pläne an Maschinenbauunternehmen in Rudolstadt und Kerspleben weiter, die die Systeme letztlich herstellen. Der Aufbau einer eigenen Fertigung wäre etwas, was sich Karlheinz Krenz durchaus vorstellen kann. Dafür müsse man aber Partner finden.

Doch nicht nur in Küchen findet man die Anlagen von Purventus. Viren und Keime durch den Einsatz von ultraviolettem Licht zu vernichten, statt sie lediglich herauszufiltern – um danach ein Problem mit den verschmutzten Filtern zu haben, die als Sondermüll entsorgt werden müssen – ist natürlich auch für Krankenhäuser, Pflegeheime oder Notfallambulanzen ein interessantes Thema.

Schnell reagiert hat man im Team der Firma auch auf die weltweite Corona-Pandemie. In wenigen Monaten waren mobile UV-Systeme geschaffen, die in Klassenzimmern für keimfreie Luft sorgen und Unterricht in Coronazeiten ermöglichen. Ein Anwendungsbeispiel, das sich auch Thüringens Ministerpräsident, Bodo Ramelow bei einem Besuch im Unternehmen erläutern und vorstellen ließ.

Autor: Bernd Jentsch/ Thüringer Allgemeine (TA)

Weitere Details zum Zukunftspreis:

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IHK-Experten:
Steffen Schulze

Steffen Schulze

Tel: 0361-3484219

E-Mail: schulze@erfurt.ihk.de

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